Historie

Gut Hasselburg

Nördlich des Dorfes Altenkrempe führt von der Landstraße aus in der Gutsachse eine 300m lange Lindenallee und eine anschließende, von hohen Mauern flankierte Zufahrt durch den Torhausbogen auf die Hofanlage von Hasselburg. Einst schützende Wassergräben umgeben zum Teil noch heute den Baukomplex und trennen Gutshof und Ehrenhof voneinander.

Das Herrenhaus Gut Hasselburg

Graf Gerhard II. von Dernath erbaut nach 1710 über den Kreuzgewölben einer Rantzauschen Wasserburg das Vorderhaus des heutigen Herrenhauses. Das Innere des gesamten Baukomplexes wird zu einem Drittel von einer großen, zweistöckigen Halle mitdoppelläufiger Treppe und umlaufender Galerie eingenommen. Sie dient als Diele, Treppenhaus, Festsaal und Repräsentationsraum.

Das Torhaus Gut Hasselburg

1763 erbaut George Greggenhoffer das Torhaus, das sich mit seinen auseinanderstrebenden Seitenflügeln gegen den Hofplatz öffnet. Die stattliche zweistöckige Torfahrt lebt vom äußerst kraftvollen Umriß des Gebäudes, der mit mächtigem konvexem Schwung über dem Dachsims aus der Vertikalen in die Horizontale schwenkt.

Die Reetscheune Gut Hasselburg

An der Nordseite des Bauhofes steht die mächtige Reetdachscheune mit weißen Umrahmungen an Rundbogentoren und Ochsenaugen. 1761 erbaut Greggenhoffer die große, schöne Nordscheune mit ihrem riesigen Reetdach über niedrigen Längsmauern und mit den Grundmaßen von 72 x 24 Metern. Die zahlreichen Rundbogentore und Ochsenaugen verleihen dem Bau durch ihre weißen Umrahmungen ein lebendiges Äußeres.

Gut Hasselburg 1977 bis 2010

1977 pachtet Dr. Andreas Beurmann Herrenhaus, Nordscheune und Park. Als Musiker und Musikwissenschaftler weiß er die unvergleichliche Akustik der großen Halle zu schätzen und restauriert unter Aufwendung großer Mittel das Treppenhaus mit der vom Einsturz bedrohten Galerie. Heute finden in der großen Halle und der schönen, alten Scheune öffentliche Konzerte, Opernaufführungen und andere kulturelle und gemeinnützige Veranstaltungen statt.